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Lacan verstehen: Das Unbewusste

Soll die Psychoanalyse sich als Wissenschaft vom Unbewußten konstituieren, ist davon auszugehen, daß das Unbewußte wie eine Sprache strukturiert ist.   (Lacan 1974, S. 213) Triebe sind laut Freud seit Geburt an in uns verankert und lungern in den Katakomben unseres Unterbewusstseins herum. Es sind verschiedene Arten von Trieben die es sich dort gemütlich gemacht haben. Da wären der Trieb nach Nahrung, der Trieb nach Wasser und, natürlich, der Trieb nach Sexualität. Aber auch weniger offensichtliche Triebe, wie der Trieb nach Anerkennung und der Trieb nach Sicherheit, haben sich dort eingenistet.  Geht man nach Freud, so ist eine besondere Eigenart dieser Triebe die, dass sie sich nie direkt bei unserem Bewusstsein zu Wort melden, sondern immer mithilfe eines Repräsentanten. Dieser Repräsentant ist die Vorstellung und wann immer wir den Trieb nach Anerkennung verspüren, dann nicht weil sich der Trieb die Mühe gemacht hat uns dies mitzuteilen, nein, weil er die Vorste...

Lacan verstehen: Das linguistische Andere

Zwei Freunde streiten sich. Der Anlass des Streits ist eigentlich belanglos, es geht darum ob Kühlschränke, die mit einer hohen Energieeffizienzklasse ausgestattet sind, die Umwelt tatsächlich schonen oder lediglich Symbolpolitik sind, um von den eigentlichen, strukturellen Problem abzulenken. Die Diskussion hat harmlos angefangen aber irgendwann haben sich beide so in das Thema hineingesteigert, dass sie eigentlich gar nicht mehr wissen worum es eigentlich geht. In dieser hitzigen Debatte also, setzt einer der beiden zu einem verbalen Gegenschlag an, der diese Streiterei ein für alle mal beenden soll, ihm reicht es nämlich: "Ich kann wirklich nicht glauben, dass du auf so einen Schwachsinn hereinfällst. Ich hab dich für dümmer gehalten." Ein kurzer Moment vergeht, bevor beide merken was gerade passiert ist. "...ich meinte natürlich klüger..." fügt er schnell hinzu aber es ist zu spät. Der Versprecher steht im Raum.  Diskurs ist nie Eindimensional. Ein Ver...